Bundestagsabgeordneter und CDU-Mitglieder besuchen Stadtwerke Osterholz

Mattfeldt: Energiewende fängt vor Ort an

Am Mittwoch hat der hiesige Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt zusammen mit Vertretern der örtlichen CDU die Stadtwerke Osterholz besucht. Thema des Hintergrundgesprächs mit Geschäftsführer Christian Meyer-Hammerström war die Zukunft der Energieversorgung und die konkrete Umsetzung der Energiewende vor Ort. Unter anderem wurde diskutiert, welche Möglichkeit insbesondere kleinere Stadtwerke in Rahmen der Energiewende haben und wie sie diese am besten für sich nutzen können.

Dazu Mattfeldt: „Energiewende fängt in erster Linie vor Ort an. Sie findet vor allem dort erfolgreich statt, wo der Kunde durch Personal direkt beraten und informiert wird, wie das bei den Stadtwerken Osterholz – anders als bei vielen Anbietern im Netz – der Fall ist.“

Schulter an Schulter mit der Bundesnetzagentur könne man die Energiewende schaffen, waren sich von Hammerström und die Besucher einig. Als leistungsfähiger Energieversorger sind die Stadtwerke Osterholz ertragsstark und solide aufgestellt. Dennoch dürfen einige wichtige Aspekte wie das Thema Versorgungssicherheit nicht ignoriert werden. So sei es zum Beispiel wichtig, mit Bedacht vorzugehen und im Vorfeld über Substitution zu sprechen, bevor man dazu übergeht, nach und nach Kohlekraftwerke vom Netz zu nehmen. Im Moment wird hier Energie noch immer günstiger produziert als etwa in Gaskraftwerken. Ob eine Förderung letzterer dazu beitragen könnte, Gaskraftwerke zukünftig besser ans Netz zu bringen und damit einer „sauberen Energieproduktion“ förderlich sei, sei sorgfältig abzuwägen und zu diskutieren. Beklagt wurde auch, dass die derzeitige Bürokratisierung und Regulierung des Strommarktes die gewünschte Entwicklung unnötig bremsen würde. Gerade kleine und mittlere Stromversorger und -produzenten würden unter den Vorgaben leiden, sagt von Hammerström. Zudem wird Strom in Deutschland dadurch unnötig teuer.

Insgesamt ließen sich noch mehr Beispiele anführen, weshalb ein reger Austausch und Kooperation zwischen Politik und den Versorgern vor Ort ein zentraler Ausgangspunkt für Erfolg oder Misserfolg unserer zukünftigen Energieversorgung sind. Dazu Mattfeldt: „Der Besuch hat mir noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig es ist, dass sich Bundesnetzagentur und Versorger auf dem Weg in die Energiewende als Partner begreifen. Nur so können wir auch tatsächlich sicherstellen, dass nach dem Abschalten des letzten Atomkraftwerkes die Stabilität und die Versorgungssicherheit unseres Stromnetzes bestehen bleibt, ohne dass wir auf dem europäischen Markt Strom von unsicheren Kraftwerken dazukaufen müssen.“

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